Das Geheimnis der Pastinake
abgelegt im Archiv Küchen-ABC am 02.03.08

P wie Pastinake:
Bereits als wir Bortsch gekocht haben, brauchte ich Pastinaken. Ich glaube, das war sogar das erste Mal, das ich dieses Wurzelgemüse ganz bewusst gegessen und auf dem Markt danach gesucht habe.
Dank Wikipedia konnte ich das geheimnis der Pastinake ein wenig "lüften". Es scheint nämlich so, dass Pastinaken früher (bis zum 18. Jahrhundert) bei uns in Deutschland und unseren Nachbarländern zu den Grundnahrungsmitteln gehörte. Dann kam die Kartoffel, die die Pastinake gemeinsam mit der Möhre ablöste. Und auch schon die Römer liebten Pastinaken.
Ich weiß auch, warum: Pastinaken sind grob gesagt Zwitter zwischen Nahrungsmittel und Würzmittel/Genussmittel. Sie wurden früher zum Brauen von Bier verwendet, auch Wein hat man aus Pastinaken hergestellt. Gebraten sind sie herrlich würzig-süß und dazu dann auch noch gesund und für Allergiker gut geeignet.
In der Lebensmittelindustrie hat sich die Pastinake langsam wieder einen guten Namen gemacht. Babynahrung mit Pastinaken ist in, vor allem, weil vermutet wird, das Karotten Allergieauslöser sein könnten. Also tauscht man die Karotte gegen die Pastinake aus.
Engländer und Iren kommen auch öfters in den Genuss der feinen Wurzel. Ein Klassiker ist Pastinakenpüree wie bei uns das Kartoffelpüree. Mashed Parsnips gibt es in vielen Varianten, gemischt mit Kartoffel, Karotte, Knobi. Klingt alles so gut, das ich es ausprobieren werde.
Permalink: Das Geheimnis der Pastinake
Tags: Pastinake Römer Wurzelgemüse Rübe
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Wong
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