Die Geschichte der Frankfurter Würstchen

Wann genau das erste Frankfurter Würstchen hergestellt wurde ist leider nicht genau überliefert. Aber in den Geschichtsbüchern ist vermerkt, dass bei der Krönung von Kaiser Maximilian II im Jahre 1562 in Frankfurt am Main die Frankfurter Würstchen als Füllsel eines gebratenen Ochsens dienten, der vor dem Römer am Spieß hing. Lange Zeit nannten die Frankfurter ihre Würstchen deshalb stolz „Krönungswürste”. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Frankfurter Würstchen in der Bevölkerung allerdings ganz schlicht „Bratwerscht“, also Bratwurst genannt. Diese wurde im „Worschtquartier“ in Frankfurt hergestellt, dem Metzger-Viertel westlich des Doms. Diese Bratwürste hatten ihren Namen allerdings nicht von der Art der Zubereitung und wurden auch nicht gebraten, sondern sie hatten ihren Namen aufgrund ihrer Füllung, dem „Brat” oder „Brät”, was nichts anderes ist als klein gehacktes Fleisch. Der Name Frankfurter Würstchen entstand erst als Besucher der Stadt Frankfurt die köstlichen Würstchen mit in alle Welt nahmen und sie als typisches „Frankfurter Würstchen“ in ihrer eigenen Heimat vorstellten. 1860 wurden die Frankfurter Würste dann erstmals industriell gefertigt. Allerdings nicht in Frankfurt, sondern in Neu-Isenburg, das zwar bei Frankfurt liegt, aber zur Stadt Offenbach gehört.
Und daraus bestehen die Frankfurter Würstchen: in der goldbraunen Haut versteckt sich eine Füllung aus bestem mageren Schinkenfleisch. Das Aroma erhält die Wurst durch ein spezielles Räucherverfahren.
Übrigens: Frankfurter Würstchen dürfen auf keinen Fall gekocht werden! Das wäre der Tod des Würstchens! Stattdessen werden sie 10 Minuten in heißes Wasser gelegt. Danach kommen sie auf vorgewärmte Teller und werden mit Brot, Senf und/oder Meerrettich serviert. Gerne wird auch Sauerkraut dazu gereicht. Die Frankfurter Würstchen dürfen natürlich mit der Hand verspeist werden.
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